Liebe
Tierfreunde!
Sie tragen sich mit
dem Gedanken einem Kaninchen aus dem Tierheim ein neues Zuhause zu
geben oder haben sich bereits für Ihren neuen Liebling entschieden.
Lesen Sie bitte hierzu noch folgende Hinweise:
Ernährung:
Kaninchen ernähren
sich von Heu, Gemüse, Grünfutter, Kraftfutter und ab und
zu Obst, usw.. Heu und Wasser sollten immer ausreichend vorhanden sein.
Zu empfehlen ist regelmäßig handelsübliches Kaninchenfutter,
sowie täglich frisches Gemüse, Salat oder Obst. Gerade bei
Fütterung mit Trockenfutter ist frisches Wasser, entgegen schon
lange überholter und falscher Meinungen, immer ein muss! Mit Kohlsorten
sollte sparsam umgegangen werden, da viele Tiere davon Blähungen
bekommen. Vitamintropfen für das Trinkwasser sind besonders dann
ratsam, wenn das Tier nur wenig Frisch- / Saftfutter bekommt um Mangelerscheinungen
vorzubeugen. Salzleckstein, Nagerstein, sowie getrocknetes Brot (1-2-mal
die Woche) oder Zweige von Obstbäumen, um die Zähne abzunagen,
gehören auch dazu.
Käfiggröße:
Diese richtet sich
ganz nach dem Tier. Generell je größer, desto besser. Ein
Käfig kann, wenn es dem Tier gut gehen soll, gar nicht groß genug
sein, da auch der größte Käfig nur eine Notlösung
darstellt. Für ein einzelnes Zwergkaninchen sollte er mindestens
100 x 50cm groß sein, wobei größere Käfige, denen
grundsätzlich der Vorzug zu geben ist, meist nicht viel teurer
sind. Für mehrere Tiere oder größere Kaninchenarten
muss der Käfig dementsprechend größer sein. Ebenso
sollte dem Tier ein Schlupf- / Schlafhäuschen zur Verfügung
stehen. Eine Außenunterkunft muss dem Kaninchen Wind-, Regen-,
Sonnen- und Kälteschutz bieten. Hierbei sollte auch beachtet werden
den „Stall" mardersicher und ausbruchsicher zu gestalten
(Kaninchen graben!). Als Einstreu können handelsübliche Kleintierstreu
und etwas Stroh verwendet werden.
Auslauf:
Auch der größte
Käfig kann allerdings den täglichen Auslauf (z. B. in der
Wohnung oder in einem Gartengehege) nicht ersetzten. 2 Stunden täglich
sollten es schon sein. Kaninchen sind sehr reinliche Tiere und nehmen
daher meist ein Katzenklo sehr schnell an und ein Kaninchen mit viel
Auslauf ist wesentlich ausgeglichener und friedlicher. Ein weiterer
Vorteil ist, dass sich die Krallen der Kaninchen durch viel herumtoben
abnutzen. Trotzdem sollten sie regelmäßig kontrolliert und
gegebenenfalls geschnitten werden (evtl. vom Tierarzt). Aber Vorsicht
beim Auslauf. Nager knabbern gerne an Kabeln und Klebstoffen, (z. B.
an der Tapete!
Impfungen:
Unsere Kaninchen
werden alle gegen Myxomatose geimpft. Myxomatose ist bei uns leider
häufig anzutreffen. Die Impfung ist, sofern ein ganzjähriger
Impfschutz gewollt ist, je nach Impfstoff alle 6-9 Monate zu wiederholen.
Ein Impfstoff mit 12 monatiger Wirkung ist trotz
aller Behauptungen, auch von Tierärzten, derzeit noch nicht erhältlich!
Bitte beachten Sie also hierbei die Packungsbeilage. Einen 100% Schutz
bietet leider auch diese Impfung nicht, sie ist jedoch die einzige Möglichkeit
sein Tier zu schützen, gerade wenn Ihr Kaninchen auch mal hinaus
ins Freie darf.
Wer einen möglichst umfassenden Impfschutz haben möchte, sollte
sein Tier auch gegen RHD (Chinaseuche) impfen lassen. Diese Impfung ist
nur 1-mal jährlich nötig.
Haltung:
Generell sind Kaninchen,
wie Meerschweinchen, Rudeltiere, leben normal in Kolonien und würden
sich sehr über einen Partner freuen. Am besten klappt" s
zwischen einem (kastrierten) Männchen und einem Weibchen. Sofern
Ihr Kaninchenmännchen noch nicht kastriert ist sprechen Sie mit
Ihrem Tierarzt, sonst gibt es schnell viel Nachwuchs und davon gibt
es inzwischen reichlich, weshalb auch das Züchten mit unseren
Tierheim-Tieren verboten ist. Nach dem Kastrieren hören die meisten
Kaninchen auch auf ihr Revier durch das lästige „Spritzen"
zu markieren. Auch Weibchen verstehen sich meist gut miteinander, Männchen
untereinander allerdings nur selten. Selbstverständlich kann man
auch Meerschweinchen und Kaninchen zusammen halten, jedoch kann ein Kaninchen
mit einem Artgenossen mehr anfangen und deshalb sollte dann doch einem
2. Kaninchen der Vorzug gegeben werden. Sofern mehrere Tiere gehalten
werden, muss besonders auf einen großen Käfig/Auslauf geachtet
werden, da auch Tiere, die sich sonst gut verstehen auch mal Krach haben
können. Ist der Käfig / Auslauf dann zu klein kommt es leicht
zu einer Beißerei, nach welcher sich die Kaninchen oft nicht mehr
verstehen.
Sollten Sie ein einzelnes Tier Zuhause haben bieten wir die Möglichkeit
ein Tier von uns zur „Probe" mit nach Hause zu nehmen und
an Ihren Liebling zu gewöhnen (ein paar Tage, wenn möglich,
die Tiere nebeneinander stellen, dann zusammen in einen größeren
Auslauf lassen und beobachten, ob sie sich vertragen). Vertragen sich
die Tiere dann doch nicht können Sie das „geliehene" Tier
jederzeit zurückbringen, denn auch Tiere mögen eben nicht jeden
Artgenossen. |