Tierschutzverein

Saale-Holzland-Kreis e.V.

Informationen über den Umgang mit dem Igel
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Igel sind keine Heimtiere und sollten es nie werden. Sie gehören zu den besonders geschützten Tierarten, und es ist generell verboten, sie aus der Natur zu entnehmen.

Wie können Sie dem Igel helfen?

Dem Igelbestand nutzt es vor allem, wenn Sie in Ihrem Garten mehr Mut zur Wildnis haben. Dichte Hecken, Laub und Holzstöße sind für Igel attraktiv. Ein über mehrere Jahre liegengebliebener Reisighaufen, der mit Laub überschichtet und vor Nässe geschützt ist, bildet einen idealen Schlafplatz für unseren gestachelten Freund. Man kann für Igel auch z.B. aus Heu Unterschlupfe bauen, wobei wiederum besonders an den Nässeschutz gedacht werden muss! Eine weitere Möglichkeit, im Herbst Igeln wirklich zu helfen, besteht darin, ihnen in ihrem Revier zusätzlich zu ihrem normalen Nahrungsspektrum jeden Abend beizufüttern: Nehmen Sie eine Holzkiste oder einen stabilen Karton, stürzen Sie diese um, und schneiden einen Eingang von 10 x 10 cm hinein. So ist das Futter z. B. vor Katzen und auch vor Regen geschützt und nur für den Igel zugänglich.

Ideales Igelfutter ist Katzenfutter aus der Dose, das man auch mit Igelfutter mischen kann, sowie Rosinen, Erdnussbruch, Mehlwürmer und ungewürztes Rührei. Flache Wasserschalen, im Garten aufgestellt, sind ideale Igeltränken. Auf keinen Fall darf Milch gefüttert werden, weil das Verabreichen von Milch zu schweren Durchfällen führt!

Wann ist ausnahmsweise die Aufnahme von Igeln gerechtfertigt?

Verwaiste Igelsäuglinge, verletzte Igel, kranke Igel, oder Igel, die im Spätherbst ein Gewicht unter 500 g aufweisen, die gehören zu diesen absoluten Ausnahmefällen. Sie sollten nicht vor dem November aufgenommen werden, da - je nach Witterung - die Möglichkeit besteht, dass sie auch im Spätherbst noch an Gewicht zulegen. Die Pflege aufgenommener Igel ist schwierig, zeitaufwändig, kostenintensiv und erfordert viel Erfahrung. Ohne entsprechende Kenntnisse sollten diese Tiere überhaupt nicht in Obhut genommen werden. Das heißt: In diesem Fall ist es besser, sie einem Tierheim oder einer erfahrenen Igelstation zu übergeben. Diese Tiere können erst wieder ab Mai ausgewildert werden.

Auf gar keinen Fall dürfen Igel in Kisten gehalten werden!

Wer Igel in Kisten steckt, begeht Tierquälerei, denn auch wenn diese kleinen Kerle putzig ausschauen, so sind sie dennoch Wildtiere und haben einen großen Bewegungsdrang. In Kisten gehaltene Igel bekommen Lähmungserscheinungen und haben keine Überlebenschance in der Natur!