Mitgliederversammlung Tierschutzverein Saale - Holzland - Kreis 19.04.2002
 
Unsere Leiterin des Tierheimes - Ingried Liebich - wurde für Ihre 10 jährige, aufopferungsvolle Arbeit zur Auszeichung mit dem "Tierschutzpreis Thüringen" vorgeschlagen.
 
Unsere Schriftführerin Christa Fischer verfasste aus diesem Anlass ein Gedicht und trug dieses selbst vor
 
Ingrid für zehnjährige Tätigkeit
 

Als ABM – Kraft fingst Du an,
soweit ich mich erinnern kann,
besuchtest Kurse weiterhin
und wurdest Tierheimleiterin.

Man schlägt Dich vor, soviel ich weiß
für den „Thüringer Tierschutzpreis“.
In Erfurt wirst Du dann geehrt,
wie sich so was auch gehört.

Wir danken Dir für Deine Treue,
die täglich Du beweist auf’ s Neue.
Die Liebe zu den Tieren gab Dir die Kraft,
was Du in den zehn Jahren dort geschafft.

Damit jeder es begreifen kann,
schließt sich EIN TAG IM TIERHEIM an.
Um Sieben Uhr rollen die Autos ran,
ein Tag im Tierheim, der fängt an.

Am Wochenende schon halb Sieben,
weil wieder Helfer ausgeblieben.
Sind alle da, so geht es dann,
zügig an die Arbeit ‚ran.

In der Küche herrscht Gewühl,
Ingrid füllt mit viel Gefühl,
als des Tierheims treue Mutter,
Näpfe voll mit Katzenfutter.

Schafft sie auch gleich in die Zimmer,
den „Miau – Ruf“ macht sie immer.
So kommen auch die Katzen rege
durch den Schlupf vom Freigehege.

Wer im Zimmer Feinde wittert,
der wird draußen dann gefüttert.
Wasser, sowie Trockenfutter
gibt es auch von der Katzenmutter.

Lautes Bellen von den Hunden,
treibt die Anderen in die Runden.
Alles rennt, rettet, flüchtet,
bis dann alles eingerichtet.

Wasser und die Futterschüsseln –
manche müssen warten e’ bissel.
Ist die Schlacht soweit geschlagen
muss man diesem Rechnung tragen:

Ein Spruch der lautet wie es ist:
„Wer viel frisst hat auch viel Mist!“
Mit Eimer, Schaufel,  Wasserstrahl
schafft man es dann allemal.

Hat man gedreht dann seine Runden,
ist man fertig bei den Hunden.
Die Katzen hatten voll Erbauung,
jetzt ebenfalls recht viel Verdauung.

Dann wird in der Streu gerührt,
bis man das Feste nicht mehr spürt.
Ist sauber dann das Katzenklo,
ist nicht nur die Katze froh.

Doch leider ging auch viel daneben,
da muss man durch – so ist das eben.
Tücher werden im Korb erneuert,
gekehrt, gewischt und auch gescheuert.

Draußen ist man auch sehr rege,
in dem Katzenfreigehege.
Zufrieden ist nun jedes Tier,
nun geht es ab zum Kleingetier.

Hamster, Ratten, Vögel, Mäuse
warten schon in ihrem Gehäuse.
Gemüse, Obst und Löwenzahn
stehen auf dem Speiseplan.

Danach gönnt man sich ‚ne Pause
trinkt Kaffe, Selters und auch Brause.
Das Handy ist stets aktuell,
man ist zur Stelle und zwar sehr schnell.

Ein Hund im Saale – Holzland – Kreis
sicher nichts vom Tierheim weiß,
doch ein guter Bürgermeister
ruft die treuen Tierheimgeister.

Kurz darauf geht die Fahrt dann los
und er landet im Tierheimschoss.
Ingrid sitzt im Büro
doch die Arbeit macht nicht froh,

es ist wirklich schlecht bestellt,
überall da fehlt das Geld.
Naht die Feierabendstunde
macht man noch die Wasserrunde.

Hunde raus und Tore zu –
hat man heut’ zu Hause Ruh?
Und so klingelt auch dann schon
um Mitternacht das Telefon.

Man ist förmlich aufgeschreckt
unsanft aus dem Schlaf geweckt.
Ein Hund liegt auf der Autobahn,
verletzt und ob man helfen kann?

Man rettet ihn mit viel Bedacht –
es ist schon weit nach Mitternacht –
bald beginnt ein neuer Tag,
voller Sorgen, Müh und Plag’.