Mitgliederversammlung Tierschutzverein Saale-Holzland-Kreis e.V. am 31.03.2006
 
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Mitglieder
Anwesend waren 48 Mitglieder und 12 Gäste

Rechenschaftsbericht des 1. Vorsitzenden Peter Rothe

Rechenschaftsbericht
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde des Tierschutzvereins, hiermit eröffne ich die ordentliche Mitgliederversammlung des Tierschutzvereins Saale-Holzland-Kreis e.V. Zuerst möchte ich mich bei der Stadt Eisenberg bedanken, die uns diesen Raum unentgeltlich für unsere Mitgliederversammlung zur Verfügung gestellt hat. Mein weiterer Dank an Herrn Sosna von den Stadtwerken Eisenberg für das Ausleihen des Beamers und des Rechners für die Mitgliederversammlung.

Am Anfang möchte ich unsere Gäste begrüßen:

  • Herrn Volker Blumentritt (Mitglied des Bundestages)
  • Herrn Dr. Dietmar Möller (1. Beigeordneter des Landrates)
  • Frau Karin Präßler (Vorsitzende der VG Hermsdorf)
  • Herrn Martin Bierbrauer (Vorsitzender VG Heideland-Elstertal)
  • Herrn Dr. Volker Lampe (Vertreter der Stadt Stadtroda)
  • Herrn Volker Sosna (Stadtwerke Eisenberg)
  • Herrn Stefan Suhrke (Amtstierarzt)

Von den eingeladenen Gästen haben sich Herr Landrat Mascher und Herr Bürgermeister Bernhardt aus Schkölen entschuldigt. Die Vereinsmitglieder wurden zu unserer Mitgliederversammlung ordnungsgemäß nach unserer Satzung eingeladen. Anträge zur Ergänzung der Tagesordnung sind nicht eingegangen.

Somit gilt die in der Einladung angekündigte Tagesordnung, die ich noch einmal bekannt gebe.

Tagesordnung:

1.       Begrüßung der Mitglieder und Gäste
2.
       Bekanntgabe der Tagesordnung
3.
       Tätigkeitsbericht des Vorstandes über das abgelaufene Geschäftsjahr
4.
       Bericht des Schatzmeisters
5.
       Bericht der Revisionskommission
6.
       Bericht über das Tierheim
7.
       Entlastung des Vorstandes
8.
       Auszeichnungen und Ehrungen
9.
       Aussprache, Anfragen, Anträge
Problematik Vogelgrippe

Zuerst möchte ich auf eine Problematik eingehen, die, begünstigt durch die in einigen Presseorganen, Rundfunksendern und Fernsehen angefachte Hysterie, sehr viele Tierfreunde in den letzten Tagen und Wochen beschäftigt, die Vogelgrippe/Geflügelpest mit dem Erreger H5N1. Seitdem bei einer toten Katze auf der Insel Rügen das aviäre Influenzavirus H5N1 nachgewiesen wurde, macht sich bei Katzenbesitzern, aber auch bei allen anderen Tierhaltern, Verunsicherung und Angst breit. Einige Tierheime sehen sich einer Abgabewelle von Haustieren ausgesetzt, weil sich verängstigte Bürgerinnen und Bürger zum eigenen Schutz vor der Krankheit ihrer Tiere entledigen möchten. Zum Glück sind bisher diesbezügliche Anfragen in unserem Tierheim noch nicht erfolgt.

Die grundsätzliche Empfänglichkeit von Katzen für das H5N1-Virus ist seit Jahren bekannt und tritt somit nicht überraschend auf. Eine Ansteckung des Menschen durch infizierte Katzen wurde aber bisher nicht nachgewiesen. Es liegen bislang auch keine Hinweise dafür vor, dies bestätigt auch das Friedrich-Löffler-Institut, dass Katzen bei der Verbreitung der Infektion epidemiologisch eine Rolle spielen – auch nicht aus den Krisengebieten in Südostasien, in denen Mensch und Tier unter hygienisch schwierigeren Bedingungen zusammenleben. Es gibt also bislang keinen vernünftigen Grund, Katzen in Tierheimen abzugeben, frei lebende Katzen einzusperren oder gar frei laufende oder frei lebende Katzen zu bejagen.
Trotz aller Schlagzeilendramatik der letzten Tage gibt es keinen Grund zur Panik. Durch ein verantwortungsbewusstes Verhalten kann jeder seinen Teil dazu beitragen, der Ausbreitung der Geflügelpest zu begegnen. Bedachte, aber nicht überzogene Maßnahmen tragen dazu bei, keine unnötigen Ängste in der Bevölkerung aufzubauen und zu schüren. Für drastische Maßnahmen, wie Tiertötungen – noch dazu vorsorgliche – oder das Einstellen der Hilfe für schutzbedürftige Haustiere gibt es keinerlei Veranlassung.
In Sperr- und Beobachtungsgebieten sind jeweils die Anordnungen der Behörden zu beachten. Dort darf beispielsweise Katzen derzeit kein Freigang gewährt werden und für Hunde besteht Leinenzwang.

Tierbesitzer sollten ihre Lieblinge gut beobachten. Tierhalter, die bei ihren Katzen Grippesymptome feststellen, sollten direkt zum Tierarzt zu gehen. Katzen, insbesondere ungeimpfte, fangen sich schnell eine Erkältung ein. Verantwortungsvolle Katzenbesitzer suchen grundsätzlich bei ersten Schnupfensymptomen den Tierarzt auf, dies gilt insbesondere bei darüber hinaus gehenden Krankheitsanzeichen. Indes ist es nicht angebracht, hinter jedem Schnupfen die Geflügelpest zu vermuten – dies gilt insbesondere für Katzen, die nicht unmittelbar im Umkreis eines Seuchenherdes leben.

 Selbst bei einem begründeten Verdacht, dass sich eine Katze infiziert hat, gehen die Empfehlungen des Friedrich-Löffler-Institutes nicht dahin, das Tier zu töten. Lediglich der unmittelbare Kontakt mit Speichel und anderen Sekreten, beispielsweise durch sehr enges Zusammenleben, sollte den Empfehlungen nach vermieden werden. Den Besitzern wird dazu geraten, das Tier von anderen Tieren abzusondern und besonders auf Hygiene zu achten (sehr sorgfältiges Säubern von Futternäpfen und Katzentoilette unter Verwendung von Einweghandschuhen). Hierzu können handelsübliche Reinigungsmittel verwendet werden. Darüber hinaus sind nach momentanem Wissensstand keine besonderen Vorsorgemaßnahmen für Tierbesitzer und Familienangehörige zu veranlassen. Lediglich Personen mit Immunschwäche sollten besondere Vorsicht beim Kontakt mit Katzen walten lassen. Das sind also Hygienemaßnahmen, die viele von Ihnen aus der Tätigkeit im praktischen Tierschutz vor Ort auch aus anderen Seuchenfällen sicher kennen.

Einige Tierschutzvereine werden bereits aufgefordert frei lebende Katzenpopulationen, die sie seit Jahren betreuen und mit Futter- und Kastrationsprogrammen begleiten, einzufangen. Solche Maßnahmen sind zum einen kaum durchführbar und bergen eine erhebliche Tierschutzrelevanz für die eingefangenen Tiere, für die das Einsperren mit immensem Stress und Leiden verbunden ist. Solche betreuten Tiere halten sich ortsgebunden auf und stellen, selbst wenn sie infiziert wären, keine zusätzliche Gefahr für den Menschen dar, da ein intensiver Kontakt zwischen Mensch und Tier nicht gegeben ist. Darüber hinaus sollten die Tiere grundsätzlich, wenn sie Krankheitszeichen zeigen, zwecks tierärztlicher Behandlung eingefangen werden. Ein weiteres Argument gegen das Einsperren ist, dass epidemiologisch bisher nicht nachgewiesen worden ist, dass Katzen der Seuche weiter Vorschub leisten. Auch gesunde Schwäne und Enten werden nicht explizit bejagt oder „ausgerottet“.
Die Katzen sollten deshalb unbedingt vor Ort weiter versorgt werden. Eine gute Versorgung ist auch Grundvoraussetzung für eine gute Konstitution der Tiere. Je besser ihr physischer und psychischer Zustand, desto widerstandsfähiger und weniger empfänglich sind die Tiere.
 Zudem ist der Jagdtrieb bei satten Katzen weniger ausgeprägt und auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Tiere sich von Aas ernähren sinkt. Dennoch sollten die Populationen gut beobachtet werden. Zeigt ein Tier Anzeichen von Schwäche oder Krankheit, sollte versucht werden es einzufangen, um es umgehend tierärztlich zu versorgen.

Katzenhalter und Personen, die frei lebende Katzen betreuen, sollten bedenken: Ein Risiko, sich im Ernstfall an einer infizierten Katzen anzustecken, besteht für den Tierfreund bei einem oberflächlichen Kontakt nicht. In Einzelfällen kann es sinnvoll sein, eine solche Katze vorübergehend in der Wohnung aufzunehmen – z. B. in Krisengebieten.
Für viele Katzen ist es möglich, sich umzustellen, zumal solche frei lebenden aber betreuten Katzen häufig schon an die Wohnung gewöhnt sind. Das Einsperren in die Wohnung ist natürlich mit erheblichen Einschränkungen für die Katze verbunden, dennoch sollte der Tierhalter konsequent bleiben und nicht mitleidig oder nachgiebig sein, auch wenn die Katze anfangs unruhig ist oder zeigt, dass sie raus will. Nach Möglichkeit sollte zur Ablenkung viel Zeit mit der Katze verbracht (Spielen) und Klettermöglichkeiten angeboten werden. Evtl. lassen sich auch Balkone oder ein Teil des Gartens so abschirmen, dass die Katze wenigstens etwas raus kann. An das häufige Reinigen der Toilette ist denken. Zeigt die Katze Anzeichen einer Krankheit, ist der Tierarzt aufzusuchen.

Völlig unverhältnismäßig ist aus der Sicht des Tierschutzes die immer wieder aufflammende Diskussion um den Abschuss streunender oder frei lebender Katzen außerhalb von Wohngebieten. Auch in Krisenfällen dürfen einem Tier nach § 1 des Tierschutzgesetzes nicht ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden.

Der Sinn solcher Tötungen ist uns nicht ersichtlich, zumal nicht alle theoretischen Überträger in der freien Natur erlegt werden und werden können. Auch gesunde Schwäne und Enten werden nicht explizit bejagt oder „ausgerottet.

Der Deutsche Tierschutzbund hat ein Merkblatt mit Tipps für Katzenhalter im Zuge der Vogelgrippe herausgegeben. Ich habe davon Kopien angefertigt, die ich ausgelegt habe. Interessenten können diese gerne mitnehmen.

Problematik Käfigverbot für Legehennen

Bundestag und Bundesrat haben sich im Jahr 2001 darauf verständigt, die grausame Käfighaltung von Legehennen endlich zu verbieten. Ein wegweisender Beschluss zum Wohl der Tiere. Legehennen dürfen in Deutschland ab dem 1. Januar 2007 nur noch in Boden-, Volieren- oder Freilandhaltungen gehalten werden. Das ist geltendes Recht.

Doch einige Bundesländer, allen voran Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen, wollen das Käfig-Verbot wieder außer Kraft setzen. Ihr erklärtes Ziel ist es, entsprechend der EU-Richtlinie längere Übergangsfristen für die herkömmlichen Käfige zu erreichen und in Deutschland "ausgestaltete Käfige" einzuführen. In diesen Käfigen, die auch mit der Bezeichnung "Kleingruppenhaltung" getarnt werden, ist keine verhaltensgerechte Unterbringung von Hühnern im Sinne des Tierschutzgesetzes möglich.

Die Länder Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern haben einen Änderungsantrag zur Tierschutznutztierhaltungsverordnung in den Bundesrat eingebracht, der vom Agrarausschuss der Länderkammer am 29.03.2006 akzeptiert wurde. Damit würde auch das eigentlich ab 1.1.2007 geltende Verbot der Käfighaltung von Legehennen aufgekündigt.
 Wenn die Länderkammer dem Votum des Ausschusses folgt, wäre das ein Rückfall in das finstere Mittelalter der landwirtschaftlichen Tierhaltung. Es muss gefordert werden, dass das beschlossene Verbot der Käfighaltung von Legehennen ab 1.1.2007 nicht angetastet wird.
 Besonders perfide: Zur Täuschung der Öffentlichkeit reden Politik und Bauernverband von einer Kleingruppenhaltung. Diese aber ist nichts anderes als der ausgestaltete Käfig
 Das Vorhaben der Bundesländer - federführend Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern - widerspricht dem Willen von Millionen von Bürgerinnen und Bürgern, die sich in der Vergangenheit für das Ende der Käfigqualhaltung eingesetzt haben. Neben den emotionalen Argumenten sprechen auch die wissenschaftlichen und rechtlichen Fakten eine klare Sprache: Die Kleingruppen, auch ausgestaltete Käfige oder Kleinvoliere genannt, sind nicht tiergerecht. Das bestätigt eine Vielzahl seriöser Wissenschaftler. In dem vom Bundesrat offenbar favorisierten Käfigsystem – in denen den Hühnervögeln in etwa die Fläche eines Aktendeckels als „Lebensraum“ zugestanden wird - ist kein verhaltensgerechtes Scharren oder Sandbaden möglich. Auch die geschützte Eiablage ist nur eingeschränkt und ein Aufflattern in dem System völlig unmöglich. Damit verstößt dieses Haltungssystem auch eklatant gegen das Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 1999 und gegen das Staatsziel Tierschutz. Auch im wirtschaftlichen und arbeitspolitischen Sinne führt der Käfig in eine Sackgasse.

15 Jahre Tierschutzverein und Tierheim (siehe hierzu die Chronik auf der Internetseite)

Wir können in diesem Jahr das 15 jährige Bestehen unseres Tierschutzvereines und des Tierheimes feiern. Im Folgenden möchte ich Ihnen, unterstützt durch einige Fotos, die Entwicklung der letzten 15 Jahre zeigen.

Angefangen hat alles am 4. April 1991. Unter der Überschrift „Ein trauriges Ostererlebnis“ erschien in der OTZ ein Artikel von unserer Tierfreundin Christ Fischer, in dem sie dazu aufrief, einen Tierschutzverein „Eisenberg/Stadtroda“ ins Leben zu rufen. Das war die Geburtsstunde des Tierschutzvereins „Eisenberg - Stadtroda und Umgebung“, dem heutigen Tierschutzverein Saale-Holzland-Kreis e.V. Die Gründungsversammlung war am 11. Juli 1991.

Doch was nützt ein Tierschutzverein ohne ein Tierheim. Bei der Organisation und der Schaffung des Tierheimes hatte der damalige erste Vorsitzende des Vereines und später Leiter des Tierheimes, Herr Udo Lob, großen Anteil. Ohne sein Wirken gäbe es das Tierheim nicht. Als Standort für ein Tierheim bot sich förmlich ein alter Schießplatz der damaligen GST (Gesellschaft für Sport und Technik) an. Und bei der nächsten Mitgliederversammlung wurde das Projekt erläutert. Nach vielen, vielen Mühen und Behördengängen war es dann soweit. Am 04. Oktober 1991 wurde dann das Tierheim auf dem Gelände eines ehemaligen Schießplatzes eingerichtet und mit einem Hund und einer Katze als erste Tierheimbewohner eröffnet.

Zuerst gab es nur provisorische Hundezwinger aus Holzlatten, später entstand mit Hilfe von Spendengeldern und Fördermitteln des Landes Thüringen ein Hundehaus mit 12 Auslaufzwingern. Die ehemaligen alten Zwinger mit Holzlatten wurden durch richtige Zwingerelemente ersetzt, die Fußböden betoniert und das Dach neu eingedeckt, so dass noch 12 Zwinger zusätzlich entstanden.

Auch unsere Katzen konnten von den nach und nach realisierten Verbesserungen profitieren. So wurden vier geflieste Katzenzimmer mit Kuschelkörbchen und Kletterbäumen geschaffen, die durch Klappen mit dem Katzenfreigehege verbunden sind.

Wo so viele Tiere eng beieinander sind, bleiben Krankheiten nicht aus. Also wurde eine moderne Katzenquarantänestation mit zwei gefliesten Zimmern und Katzenboxen sowie separater Futterküche und ein Tierarztzimmer gebaut, ebenso zwei Quarantänezimmer für Hunde.

Zur Freude unserer Kleintiere entstand für sie ein heller, freundlicher gefliester Raum. Hier können sich unsere Vögel, Hamster, Meerschweinchen, Mäuse, Chinchilla und Zwergkaninchen wohl fühlen. Außerdem haben unsere Meerschweinchen und Zwergkaninchen ein schönes Freigehege bekommen, wo sie sich in der warmen Jahreszeit tummeln können.

Im Jahr 2000 bauten wir für unsere Vögel eine große Vogelvoliere, in der sich unsere gefiederten Freunde wohlfühlen können.

Durch Fördermittel des Landes Thüringen und durch Eigenmittel und Eigenleistungen konnten außerdem drei große Hundefreiläufe errichtet werden, die für die Rudelhaltung von Hunden genutzt werden können.

Als sehr bedeutsame Baumaßnahme wurde im Jahr 2002 mit dem Bau einer Bio-Abwasserbehandlungsanlage begonnen.

Am 06.05.2003 konnte die Bio-Abwasserbehandlungsanlage in Betrieb genommen werden konnte. Diese vollbiologische Kläranlage wurde mit Fördermitteln des Landes Thüringen sowie durch Eigenmittel und Eigenleistungen geschaffen.

Wie aus den Schilderungen und den Bildern zu sehen ist, entstand in den vergangenen Jahren aus einem ehemaligen Schießplatz ein schmuckes Tierheim.

Die geschilderten Baumaßnahmen entstanden in den vergangenen Jahren nach und nach. Viele der Arbeiten wurden in Eigenleistungen geschaffen, Baumaterialien wurden zum Teil von Firmen zur Verfügung gestellt und viele Tierfreunde spendeten Geld für den weiteren Ausbau des Tierheimes. Ohne die Unterstützungen durch das Land Thüringen, den Saale-Holzland-Kreis und die Stadt Eisenberg wären viele der durchgeführten Maßnahmen nicht möglich gewesen.

Nach der Rückschau über 15 Jahre Tierschutzverein und Tierheim möchte ich, wie auch schon bei den letzten Mitgliederversammlungen einige statistischen Angaben über unseren Tierschutzverein machen:

Die Mitgliederzahl ist im Vergleich zum Vorjahr gering angestiegen. Das ist erfreulich, da in den letzten Jahren eine stetige Abnahme der Mitglieder erfolgte.

Zurzeit haben wir 205 Mitglieder. Vor einem Jahr hatten wir noch 199 Mitglieder. Das ist innerhalb eines Jahres eine Zunahme um 6 Mitglieder.

Im Berichtszeitraum sind leider zwei Mitglieder verstorben. Herr Karl Penkert aus Bad Klosterlausnitz verstarb am 21.06.2005 im Alter von 70 Jahren. Viele werden sich an Herrn Penkert erinnern, der oft ins Tierheim kam und mit Hunden spazieren ging.

Herr Heinrich Reichhardt aus Eisenberg verstarb am 27.01.2006 im Alter von 85 Jahren. Er war seit dem 13.07.1991 Mitglied im Tierschutzverein und gehörte mit zu den Gründungsmitgliedern. Ich bitte die Anwesenden sich von den Plätzen zu erheben und in einer Gedenkminute der beiden Verstorbenen zu gedenken.

Wir hatten von März 2005 bis zum heutigen Tage 17 Neueintritte in unseren Tierschutzverein. Im vorigen Jahr hatten wir 8 Neueintritte.

Erfreulich daran ist, dass viele Mitglieder uns seit vielen Jahren die Treue halten. Aus dem Gründungsjahr 1991 des Tierschutzvereins und des Tierheimes sind heute noch 15 Tierfreunde Mitglied. Und von allen Mitgliedern sind 70 Tierfreunde über 10 Jahre Mitglied in unserem Tierschutzverein.

In diesem Zusammenhang die Bitte an unsere Mitglieder, dass Wohnungswechsel bekannt gegeben werden, damit unsere Kartei immer auf dem aktuellen Stand ist und Einladungen oder ähnliches auch an die richtige Adresse geschickt werden können.

Ganz wichtig ist es aber auch, dass diejenigen Tierfreunde, die uns für den Mitgliedsbeitrag eine Einzugsermächtigung erteilt haben, unbedingt sofort eine eventuell eingetretene Änderung der Bankverbindung mitteilen. Ansonsten entstehen uns unnötige Mehrkosten, da die Banken bei einer fehlgeschlagenen Lastschrift 3,00 € als Gebühr berechnen.

Unser ältestes Mitglied ist Frau Hilde Löffler aus Eisenberg, die am 24.12.2006 96 Jahre alt wird. Das jüngste Mitglied ist Patrick Harnisch aus Eisenberg mit 15 Jahren.

Die Altersstruktur unserer Mitglieder:

über 80 Jahre:       9 Mitglieder
60 bis 80 Jahre:   53 Mitglieder
40 bis 60 Jahre:   77 Mitglieder
18 bis 40 Jahre:   60 Mitglieder
bis 18 Jahren:        8 Mitglieder

Wohnorte der Mitglieder:

Unsere Mitglieder kommen überwiegend aus dem Saale-Holzland-Kreis. Die meisten, nämlich 73, kommen aus Eisenberg. Mit großem Abstand folgt Hermsdorf mit 34 Mitgliedern. Den dritten Platz mit 18 Mitgliedern nimmt Bad Klosterlausnitz ein.

Nach diesen kurzen statistischen Angaben zu unserem Tierschutzverein möchte ich jetzt über die Neuigkeiten und Problemen des Tierschutzvereines und des Tierheimes sprechen, die wir in den letzten 12 Monaten hatten:

Der aktuelle Stand betreffs abgeschlossener Vereinbarungen zur Unterbringung und Versorgung von Fundtieren ist folgender:

Im Berichtszeitraum konnte mit einer neuen Gemeinde die Vereinbarung zur Unterbringung und Versorgung von Fundtieren abgeschlossen werden. Es handelt sich hierbei um die Gemeinde Mertendorf aus der erfüllenden Gemeinde Eisenberg.

Die Gemeinde Schöngleina aus der erfüllenden Gemeinde Bad Klosterlausnitz hat die Vereinbarung zum 31.12.2005 gekündigt.

Die allgemeine Einwohnerentwicklung im Saale-Holzland-Kreis ist weiter rückläufig. Das macht sich auch bei der bezahlten Pro-Kopf-Umlage der Gemeinden, mit denen wir eine Vereinbarung abgeschlossen haben, bemerkbar.

In einem Artikel der OTZ vom 16.03.2006 „Bevölkerungsdichte im Saale-Holzland-Kreis schrumpft“ wurden dazu interessante Ausführungen gemacht: „Die Bevölkerungsdichte im Saale-Holzland-Kreis ist seit dem Jahr 2000 kontinuierlich im Sinken. Das bestätigt die jüngste Veröffentlichung des Statistischen Landesamts zum Gebietsstand nach Kreisen. Demnach lebten Ende 2000 im SHK noch 115 Einwohner pro Quadratkilometer (Thüringen-Durchschnitt: 150). Ende 2001 und 2002 waren es noch 114, Ende 2004 112 Saale-Holzländer pro km2 (Thüringen-Durchschnitt: 146).

Für das Jahresende 2005 enthält die Statistik noch keine Zahlen. Sie dürften allerdings erneut ein Minus widerspiegeln, denn allein im ersten Halbjahr sank die Einwohnerzahl im Landkreis weiter von 91.470 auf 91.178 (- 292 EW).

Spenden und Unterstützungen

Um den Tierheimbetrieb auch weiterhin aufrechterhalten zu können, sind wir auf Spenden angewiesen. Der Tierschutzverein Saale-Holzland-Kreis e.V. ist als gemeinnützig und förderungswürdig anerkannt. Die Zuwendungen sind daher steuerlich abzugsfähig.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Sie unserem Tierheim und damit den uns anvertrauten Tieren helfen können:

  • Mitgliedschaft im Tierschutzverein Saale-Holzland-Kreis e.V.
  • Tierpatenschaften
  • Geldspenden – die Ausstellung einer Spendenquittung für das Finanzamt erfolgt auf Wunsch
  • Sachspenden – Futter; Katzenstreu; Hundekörbe; Katzenkörbe; Spielzeug für unsere Tiere; Leinen; Halsbänder; Handtücher; Decken usw. Auch für die Sachspenden kann bei Bedarf eine Sachspendenquittung ausgestellt werden.
  • Mithilfe bei der Aufzucht von Tierkindern
  • Spaziergänge mit unseren Hunden
  • Kontrolle von vermittelten Tierheimtieren
  • Tierschutzkontrollen
  • Ehrenamtliche Hilfe bei der Versorgung und Betreuung der Tiere im Tierheim
  • Pflegestellen für Tierheimtiere
  • Mithilfe bei Veranstaltungen des Tierschutzverein

Dreharbeiten für die beliebte Fernsehsendung „Tierisch, tierisch“ im Tierheim Eisenberg

Am 24.01.2006 und am 25.01.2006 fanden im Tierheim Eisenberg die Dreharbeiten für die Sendung „Tierisch, tierisch“ statt. Das war seit 1994 schon das 10.mal, dass eine Sendung aus dem Tierheim Eisenberg berichtete. Ich habe die 10 Sendungen auf zwei DVD gebrannt, die bei Interesse im Tierheim ausgeliehen werden können. Diesmal wurden 5 Hunde, 2 Katzen und 2 Kaninchen vorgestellt.

Die Sendung wurde am 01.02.2006 ausgestrahlt. Die Resonanz war wieder gut und am Abend nach der Ausstrahlung der Sendung und auch an den nachfolgenden Tagen riefen viele Tierfreunde im Tierheim an. Der große Renner war diesmal der Kater Garfield.

Als Ergebnis der Sendung konnten die Hunde Bella, Benny und Willy-Wuff, die beiden Katzen Michel und Garfield und die beiden Kaninchen Max und Moritz an neue Besitzer vermittelt werden.

Auf der Video-Text-Seite des MDR wurden auch noch Tiere aus unserem Tierheim vorgestellt, unter anderem die schon 10-jährige Rottweilerhündin Petra. Zu unserer großen Freude fand sich für Petra ein neues Zuhause in Berlin.

Wir konnten im Berichtszeitraum feststellen, dass viele Tierfreunde unsere Internetseiten besuchen, da öfters telefonische Anfragen und E-Mails auf die dort vorgestellten Tiere erfolgten. Seit einigen Wochen wird unsere Internetpräsenz wieder von Herrn Stefan Lechner sehr gut betreut. Er hält die Seite, was gerade im Hinblick auf die vorgestellten Tiere wichtig ist, immer aktuell. Außerdem hat er auch viele interessante Hinweise und Ratschläge für Tierfreunde auf die Seiten aufgenommen.

Geplante Veranstaltungen

Die Höhepunkte in unserem Vereinsleben im vergangenen Jahr waren das wieder sehr erfolgreiche Tierheimfest und der Tag der offenen Tür anlässlich des Welttierschutztages im Oktober.

Ich hoffe, dass das Wetter zu unserem diesjährigen Tierheimfest, das wieder an zwei Tagen stattfinden wird, schön sein wird, denn davon hängt zum großen Teil der Erfolg ab.

Wie schon in der Einladung zu unserer Mitgliederversammlung angesprochen, bitten wir die Anwesenden zu prüfen, wie Sie das Tierheimfest unterstützen können. Fleißige Kuchenbäcker werden wie jedes Jahr gebraucht.

Wer für unsere Tombola Preise zur Verfügung stellen kann, den bitte ich, diese bis zum Ende Mai im Tierheim abzugeben, da die Vorbereitung (Antragsverfahren, bei dem jeder Preis aufgeführt werden muss) viel Zeit beansprucht. 

Auch in diesem Jahr wird wieder ein Tag der offenen Tür anlässlich des Welttierschutztages stattfinden, und zwar am 08.10.2006. Alle Gäste und Mitglieder sind zu diesen Veranstaltungen herzlich eingeladen.